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THEATER. POCO*MANIA., JUNGES THEATER GREVENBROICH, KÄTHE-KOLLWITZ-GESAMTSCHULE

MI 10.4.
19.30 Uhr

Eigenproduktion frei nach H. von Kleists Novelle „Die Marquise von O....“
„Die Marquise von O....“ - Was für ein Text! Befremdlich wirkt er, merkwürdig, irgendwie ungereimt; und ausgerechnet diese Novelle von Kleist ist in der Obligatorik für das NRW-Zentralabitur im Fach Deutsch. Grund genug, dass sich die jugendlichen Spielerinnen und Spieler von poco*mania ihren eigenen Reim auf dieses Werk machen. Und wie! „O....“ ist kein Schauspiel, sondern eher ein Spektakel, eine Show mit viel Rhythmus, schrägen Ideen und unerwarteten Wendungen.

Die Marquise von O...., während der Schlacht um eine Festung vor Angst ohnmächtig geworden, wird von einem Offizier der feindlichen Truppen vergewaltigt. Als sie Wochen später entdecken muss, dass sie schwanger ist, kann sie sich nicht erklären, wie es dazu gekommen sein könnte. Ihre Familie hingegen ist mit Erklärungen recht schnell bei der Hand; sie verstößt die Tochter...

Anders als es der Titel der Novelle vermuten lässt, geht es in der neuen Eigenproduktion der Poco*manen nicht allein um das Schicksal der weiblichen Hauptfigur, der Marquise von O...

Die poco*manische Version dieses Klassikers von Kleist legt vielmehr andere, tiefere Schichten dieser Titelfigur frei, stellt die Marquise infrage und dreht sie auf links. „O....“ wird dadurch zu einem Stück über Familien, was sie bieten, wenn nichts mehr da ist; was sie zusammenhält, wenn alles auseinanderfällt, und was für Abgründe sich auftun, wenn der schöne Schein verfliegt...

Von und mit Flora Bienefeld, Helin Binyil, Gizem Dane, Jerome Dutka, Tasha Helten, Lisa-Marie Rotter, Barbara Wegener, Dominik Würtz

Spielleitung / Regie Axel Mertens

Sprachtraining / Regie Klaus Stimpel

Technik Christina Breuer, Jannick Sölter, Marcel Röber